Fragen zum Chiptuning

FAQ´s

Warum nicht vom Hersteller? Wird die Belastung durch das Tuning erhöht?

Diese Fragen werden sehr häufig gestellt und das zu Recht. Grundsätzlich lehnen Hersteller das Chiptuning ab. Zum einen, weil sie eine Produktgarantie gewähren, die naturgemäß nur eingehalten werden kann, wenn man um seine Produkte weiß. Das heißt, der Hersteller möchte vermeiden, dass Veränderungen vorgenommen werden, die nicht mehr in seinem Einflussbereich liegen und im schlimmsten Fall seine Produkte in Misskredit bringen könnten.


Zum anderen möchte sich der Hersteller die Optionen offen halten, selbst bis zu einem gewissen Grad Chiptuning zu betreiben, so dass die Möglichkeit besteht, kostengünstig Modellpolitik zu betreiben.

So wird zum Beispiel im Hause Audi der altbekannte 1,8-Liter-Turbo, serienmäßig mit 150 PS, per Chiptuning auf 180 PS gesteigert. Eine Tendenz zum kostengünstigen Baugruppenmotor ist erkennbar, verschiedene Leistungsstufen werden mit Hilfe des elektronischen Eingriffs erzielt. Audi bietet auch einen 2,7-Liter-V6-Biturbo identischer Bauart in vier verschiedenen Leistungsstufen an: A6 2.7T Allroad (230 PS), A6 2.7T (250 PS), RS4 (380 PS), S4 2.7T (265 PS). Hieraus lässt sich klar ersehen, dass die Motoren erhebliche Ressourcen haben, der Hersteller diese jedoch aus modellpolitischen und betriebswirtschaftlichen Gründen unterschiedlich ausschöpft.


Die Belastung für die Fahrzeugteile hängt - genauso wie im Serienzustand - sehr von der Fahrweise des Nutzers ab.


Bei normaler Fahrweise entspricht die Belastung dem Serienstand. Dauernde Belastungen in der Kaltlaufphase sind selbstverständlich auch beim getunten Fahrzeug zu vermeiden.

 

Muss der Umbau des Steuergeräts eingetragen werden?

Durch den Umbau erlischt die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug. Auf Wunsch stellen wir für den Eintrag in die Fahrzeugpapiere ein entsprechendes Einzelgutachten zur Verfügung.

 

Ändert sich die Versicherungsklasse oder die Schadstoffeinstufung?

Nein. Seit einigen Jahren werden Fahrzeuge nicht mehr nach der Leistung, sondern nach dem Schadensindex eingestuft. Deshalb ändert sich aus rechtlicher Sicht nicht die Versicherungseinstufung. Teilweise verlangen die Versicherungen aber einen Aufschlag auf die Prämien.

 

Steigt der Kraftstoffverbrauch?

Nein. Nach dem Umbau liegen bereits bei niedrigen Umdrehungszahlen höhere Drehmomente an. Daher sind Sie nicht mehr gezwungen, so oft Vollgas zu geben, also vermindert sich der so genannte Vollgasanteil. In der Regel sinkt der Verbrauch nach dem Umbau daher sogar.


Warum verwendet WKR keine "Zusatzsteuergeräte, Powerboxen"?

Bei der Verwendung von Zusatzsteuergeräten werden betriebsrelevante Sensorwerte vom Motor zum Steuergerät verfälscht. Durch diese Verfälschung der Werte (z.B Kühlmitteltemperatur, Fördermenge, Spritzbeginn und Rail-Druck) berechnet das Steuergerät logischerweise, falsche Kennfelder für den anstehenden Betriebszustand. Durch diese Verschiebung wird zwar die Leistung und das Drehmoment erhöht, allerdings mit dem Nachteil, dass dadurch die anderen Kennfeldgrößen nicht angepasst werden. Was eine Verfälschung des Kühlmitteltemperaturwertes für eine Auswirkung auf das sogenannte Notlaufprogramm hat,
kann sich nun jeder Laie selbst ausmalen. Zudem sind uns, in unserer mehr als 10-jährigen Erfahrung, keine Zusatzsteuergeräte unter gekommen, die annähernd die gleichen Leistungswerte und vor allem die gleichen Eigenschaften für die Alltagstauglichkeit aufweisen konnten, wie ein komplett neu programmiertes Steuergerät. Es gibt auch keinen Fahrzeughersteller, der auf solch eine Technik für Änderungen im Motorsteuergerät zurückgreift, vielmehr hat man bis vor etwa 2 Jahren sehr häufig sogar die kompletten Motorsteuergeräte ausgetauscht um Fahrzeuge mit einer neuen Software auszustatten.

 

Was bedeutet OBD, und was heisst OBD-Tuning?

Unter OBD versteht man auf neu deutsch "On Board Diagnostic", was nichts anderes heisst, als das im Fahrzeug über einen einheitlich genormten Stecker (OBD-Stecker) alle Fahrzeugdaten diagnostiziert werden können. Über diesen Anschluss lassen sich beispielsweise Störungen im Fahrzeug auslesen und somit besser analysieren. Selbstverständlich kann man über diesen Anschluss auch gewisse Steuergeräte im Fahrzeug ohne Ausbau mit einer neuen Software bespielen (das sogenannte "Update").


Bei Verwendung entsprechender Hardware und natürlich dem erforderlichen Wissen (KnowHow), kann man auch Steuergeräte über diesen Anschluss auslesen und archivieren und dann ein geändertes Programm (Tuning) einspielen. Entscheidend ist aber immer noch, welche Software eingespielt wird. Also nicht alles was als OBD-Tuning verkauft wird ist gleich! Lediglich der Weg, wie die Software ins Steuergerät kommt ist gleich.

Macht WKR auch ECO-Tuning (Öko-Tuning)?

Im Prinzip ja. Bei allen Turbodieseln und Bezin-Turbomotoren führt unsere Modifizierung zu einer Verbrauchsreduzierung. Bei derartigen Motoren kann der Ladedruck angehoben werden, was zu einer deutlichen Erhöhung des Drehmoments führt. Das bedeutet, dass bereits bei niedrigeren Drehzahlen viel mehr Leistung zur Verfügung steht, als zuvor. So kann in der Regel in einem höheren Gang gefahren werden. Das Drehzahlniveau sinkt. Dies führt unweigerlich zu einer Verbrauchsreduzierung. Reine Eco-Tunings, d.h. also Umrüstungen bei denen ganz bewusst auf Spitzenleistung verzichtet wird und das Augenmerk wirklich nur auf die Reduzierung des Verbrauchs gerichtet ist, fertigen wir auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden selbstverständlich auch an. Wir sind jedoch der Meinung, dass die von uns angebotenen Abstimmungen den besten Kompromiss zwischen Fahrspaß und Verbrauchsreduzierung darstellen. Der Verbrauchsvorteil eines reinen Eco-Tunings ist nicht so groß, dass derartige Abstimmungen sinnvoll sind.

 

Ist eine Rückrüstung möglich?

Selbstverständlich rüsten wir Ihr Fahrzeug gerne kostenlos auf den Serienstand zurück, wenn sie dies wünschen.


Sollten Sie noch Fragen haben, so stehen wir Ihnen natürlich und gerne persönlich zur Verfügung.

Ihr WKR-Team